Der Abzug der britischen Streitkräfte, der bereits im Herbst 2008 begonnen hat, stellt die Stadt Osnabrück vor eine verantwortungsvolle Aufgabe.
160 Hektar Kasernenflächen werden in vier verschiedenen Stadtteilen frei, die einer neuen Nutzung zuzuführen sind und gleichzeitig ein enormes Potenzial für die Stadtentwicklung bieten.
Zur weiteren Entwicklung der Kasernenstandorte (Konversion) und der benachbarten Stadtteile wurde der "Perspektivplan Konversion" erarbeitet. Hierzu wurde ein umfangreicher Planungs- und Beteiligungsprozess durchgeführt, der sowohl die Gesamtperspektive Osnabrück-Nord als auch die Entwicklung der einzelnen Kasernenstandorte umfasst. In einer dialog- und öffentlichkeitsorientierten Vorgehensweise wurden von Beginn an sowohl die Bürger als auch Fachakteure in den Prozess aktiv eingebunden. In einem Forum 1 wurden den interessierten Bürgern und Fachleuten die Rahmenbedingungen der Flächen erläutert bevor in einem ersten ganztägigen Workshop (mit Ortsbesichtigung) erste Entwürfe für die Flächen in Begleitung eines Moderationsteam erarbeitet wurden. Diese Ergebnisse stellten die Bürger selbst im Forum 2 der Öffentlichkeit vor. Anschließend wurden diese Planungsentwürfe von einer renommierten Empfehlungskommission beraten und Empfehlungen für die weitere Bearbeitung in einem zweiten ganztägigen Workshop zusammengestellt. Die Ergebnisse dieser zweiten Workshopphase wurden dann im Forum 3 wiederum der Öffentlichkeit als "Perspektivplan Konversion" für jeden Standort präsentiert.
Der "Perspektivplan Konversion" gibt städtebauliche und freiraumplanerische Leitlinien vor und dient nach Abschluss des Prozesses als Grundlage für die zukünftige Entwicklung der freiwerdenden Kasernenflächen. Hierzu ist eine ausführliche Dokumentation zusammengestellt worden. Diese kann bei Interesse im beim Fachdienst Städtebau Dominkanerkloster, 1. OG, Zimmer 132 abgeholt werden.
Fachlich begleitet und moderiert wurde der gesamte Prozess durch das Büro FSW Düsseldorf GmbH, Faltin und Sattler. Das Büro weist eine hohe Reputation im Bereich der Durchführung und der Dokumentation derartiger ergebnisorientierter Planungsprozesse auf bundesweiter Ebene auf. Ergänzend hat das Büro GTL Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf den Prozess aus freiraumplanerischer Sicht mit gestaltet.

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