Das Rathaus in Osnabrück.

Klimaschutz

Die Stadt Osnabrück ist Mitglied im Klimabündnis Europäischer Städte und Gemeinden und setzt sich seit vielen Jahren durch verschiedene Maßnahmen für den Klimaschutz ein.
Der globale Klimawandel hat unterdessen längst begonnen, dies äußert sich in den immer häufiger auftretenden Extrem-Wetterlagen auch in Deutschland. Heftige, sintflutartige Regenfälle wie im August 2002 gehören ebenso dazu, wie die extrem hohe Sonneneinstrahlung und Trockenheit des Sommers 2003 und das Orkantief Kyrill im Januar 2007.

Global gesehen ist festzustellen, dass die Durchschnittstemperatur der Erde in den letzen 100 Jahren um etwa 1° C gestiegen ist. Dieser subjektiv kleine Wert relativiert sich, wenn man weiß, dass die Temperaturdifferenz zur letzten Eiszeit lediglich 4°C beträgt. Seit 1950 wird weltweit eine signifikante Zunahme von Stürmen und Überschwemmungen, eine konstante Verringerung von Polar- und Gletschereis, der Anstieg der Meeresspiegel und eine Veränderung von Niederschlagsmengen in den einzelnen Klimazonen festgestellt. All diese Klimaveränderungen beruhen zu einem großen Teil auf dem vom Menschen verursachten zusätzlichen Treibhauseffekt. Seit Beginn der Industrialisierung werden stetig steigende Mengen von so genannten Treibhausgasen emittiert. Das Kohlendioxid (CO2) hat mit etwa 50 Prozent den größten Anteil am anthropogenen (vom Menschen gemachten) Treibhauseffekt gefolgt von Methan (CH4) auf das 19 Prozent entfallen. Weitere Treibhausgase sind Lachgas (N2O) mit 4 Prozent, Ozon (O3) mit 8 Prozent und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW 11 und FCKW12) mit insgesamt 15 Prozent Anteil. Allein die FCKWs sind von diesen Gasen weltweit auf dem Rückzug. CO2 hat, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle, die höchste Anstiegsrate seit 20000 Jahren und die höchste Konzentration seit 420000 Jahren.

Erklärtes Ziel der Stadt Osnabrück ist es, ihren Teil zur Senkung der Treibhausgasemissionen beizutragen. Ihre direkten Einflussmöglichkeiten beschränken sich dabei auf Methan und Kohlendioxid. Methan entsteht als Faulgas in Kläranlagen und auf Mülldeponien. In diesen städtisch geführten Betrieben wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen durchgeführt: Das Faulgas der Kläranlage wird zu 100 Prozent durch Verfeuerung in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Zur Reduzierung der Methangasbildung auf der Deponie wurde 1996 die flächendeckende Sammlung organischer Abfälle (Biomüll) und deren Kompostierung unter Luftzufuhr im gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück betriebenen Kompostwerk Region Osnabrück (KRO) eingeführt. Auf der Deponie wird durch konsequenten Ausbau der Deponiegaserfassungsanlage die Erfassungsrate des Deponiegases stetig erhöht und dessen Verwertung nach einer Gastrocknung in Blockheizkraftwerken gesichert.
                
Geringere direkte Einflussmöglichkeiten ergeben sich für die Stadt Osnabrück im Bereich der CO2-Reduzierung. Abgesehen von den städtischen Gebäuden und Fahrzeugen wird der CO2-Ausstoß durch private Haushalte, andere öffentliche Einrichtungen, Industrie und Gewerbe und natürlich den Verkehr verursacht.

Schon im Dezember 1993 beschloss der Rat der Stadt Osnabrück die Erstellung eines CO2-Reduzierungskonzeptes, das auf Basis der bis dahin vorhandenen Grundlagen einen Maßnahmenplan zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen, die durch Energieverbrauch und Energieumwandlung entstehen, enthalten sollte.

Um einen konkreten Maßnahmenplan zu erstellen, war es erforderlich, erstmalig eine Bilanzierung der Datenbasis, also eine vollständige, nach Energieart und Verbrauchssektoren strukturierte Bestandsaufnahme des Endenergieverbrauches und der dadurch verursachten CO2-Emissionen vorzunehmen.
Anfang 1996 legte die Umweltverwaltung das umfangreiche Konzept zur Reduzierung von Kohlendioxid vor (erschienen unter dem Titel "Betrifft CO2" im secolo Verlag ISBN 3-929979-32-2). Es zeigt eine Strategie zur grundlegenden und dauerhaften Veränderung der Energieversorgung und des Energieverbrauches. Neben der CO2-Bilanz und der Erläuterung grundlegender Zusammenhänge und Abhängigkeiten enthält es über fünfzig Maßnahmen-Empfehlungen. Diese Maßnahmen orientieren sich allein an dem technisch Möglichen und dem zur Zielerreichung (50 Prozent CO2-Reduzierung bis 2010) Nötigen. Aufgrund politischer und wirtschaftlicher Zwänge, denen eine Kommune unterliegt, konnten bisher nur etwa 40 Prozent dieser Maßnahmen umgesetzt oder begonnen werden. Teilweise wurden sie auch auf Bundesebene umgesetzt, sodass sich ein kommunaler Alleingang erübrigt hat. So ist beispielsweise eine erhöhte Einspeisevergütung für regenerative Energien durch die Stadtwerke Osnabrück mit Inkrafttreten des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) überflüssig geworden.

Die vorhandene CO2-Bilanz wurde dreimal, zuletzt im Jahr 2006, aktualisiert, sodass die Entwicklung verfolgt werden kann. Danach hat der Energieverbrauch in Osnabrück gegenüber 1990 um 8,3 Prozent zugenommen, der CO2-Ausstoß konnte dennoch um 10,4 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Die Ergebnisse der letzten Bilanz sind dem Rat der Stadt am 20. März 2007 mitgeteilt worden. Die Ratsvorlage zur aktuellen CO2-Bilanz kann hier herunter geladen werden.

Um zu erfahren, wie die mit dem Energieverbrauch verbundenen Emissionen an CO2 verringert werden können, klicken Sie einfach auf die oben aufgeführten Links.

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