Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zur Sucheingabe

Erste Frau im gehobenen Dienst der Berufsfeuerwehr Osnabrück 

Erste Frau im gehobenen Dienst der Berufsfeuerwehr Osnabrück

Ein großer Tag für Sonja Mieloszyk: Am Donnerstag, 28. März, wurde die Dreißigjährige in der Feuerwache an der Nobbenburger Straße offiziell von Brandoberrat Dietrich Bettenbrock als Feuerwehrfrau vereidigt. Ab dem 1. April beginnt sie als Brandoberinspektoranwärterin im 1. Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2, dem früheren Gehobenen Feuerwehrtechnischen Dienst.  "Ich freue mich sehr, Frau Mieloszyk bei der Berufsfeuerwehr Osnabrück begrüßen zu dürfen", erklärte Branddirektor Jürgen Knabenschuh.

Branddirektor Jürgen Knabenschuh (l.) und  Brandoberrat Dietrich Bettenbrock übergaben Sonja Mieloszyk ihre Ernennungsurkunde.  Mieloszyk ist die erste Frau im Gehobenen Dienst der Berufsfeuerwehr Osnabrück.

Vor ihrem ersten Einsatz steht der gelernten Druckerin jedoch eine weitere zweijährige Ausbildung in verschiedenen Städten bevor. Ihre Grundausbildung wird Mieloszyk an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein. Es folgen Weiterbildungen an Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle sowie praktische Ausbildungen bei den Berufsfeuerwehren in Essen, Mühlheim an der Ruhr und Münster. Danach wird sie dann in Osnabrück als Einsatzleiterin arbeiten und Tätigkeiten in verschiedenen Sachgebieten nachgehen.


Mieloszyk wird als Brandoberinspektorin die erste Frau im gehobenen Dienst der Berufsfeuerwehr Osnabrück sein. Bislang gibt es nur eine weibliche Mitarbeiterin im mittleren Dienst. Zu ihrem Beruf in der bisherigen Männerdomäne Feuerwehr kam Mieloszyk während ihrer Ausbildung. "Ich habe in Leipzig Drucktechnik und Medienproduktion studiert und während des Studiums neben einer Wache gewohnt", berichtet Mieloszyk. Durch die Besuche dort sei sie in Kontakt mit der dortigen Freiwilligen Feuerwehr gekommen, bei der sie seit 2008 auch aktiv mitarbeitet.

Eine solche Karriere kann sich Brandoberrat Dietrich Bettenbrock auch für andere junge Frauen vorstellen: "Wir würden uns sehr freuen, wenn es in den Freiwilligen Feuerwehren mehr Frauen gäbe." Wer Lust habe sich bei den Brandhelfern zu engagieren, könne sich einfach bei den Ortsbrandmeistern in den Stadtteilen melden.

Die Brandinspektorstelle in Osnabrück war bundesweit ausgeschrieben. Beworben hatten sich 36 Absolventen unter denen sich Mieloszyk in einem Auswahlverfahren durchgesetzt hatte. Vorraussetzung für die Stelle ist ein Bachelor in einer technischen Fachrichtung.
Zurück   Seitenanfang