Eine Gruppe jugendlicher Leichtathleten aus Osnabrücks Partnerstadt Angers, die anlässlich einer internationalen Sportjugendbegegnung beim Osnabrücker Turnerbund (OTB) zu Gast ist, hat Oberbürgermeister Boris Pistorius am Montag, 29. Oktober, im Friedenssaal des historischen Rathauses begrüßt.
"Wir leben heute in einer Zeit, in der uns das Internet die Möglichkeit gibt, ständig mit allen Teilen der Welt in Kontakt zu treten", so Pistorius zu seinen Gästen. "Aber brauchen wir am Anfang des 21. Jahrhunderts noch solche Begegnungen? In Anbetracht der größten europäischen Krise seit Jahrzehnten lautet die Antwort natürlich: Ja! Die einen sprechen über die 'faulen' Griechen die Italiener, die andere über die 'bösen' Deutschen oder 'desinteressierten' Engländer oder Franzosen. Aber: Ressentiment dürfen keine Renaissance erleben. Gerade die persönliche Begegnung kann zeigen, dass eben nichts so ist, wie es uns die Vorurteile vorgaukeln wollen. Die Freundschaften, die Sie hier schließen, sind Freundschaften von Europäern. Und mit Ihnen sitzen hier junge Menschen aus Angers und Osnabrück, die in einigen Jahren Verantwortung für Europa tragen werden. Sie sind die, die im Herzen das Feuer spüren müssen, damit Europa auch in Zukunft blühen kann."
Die Partnerschaft im Sport zwischen Angers und Osnabrück besteht seit fast 50 Jahren, seit fünf Jahren mit dem Club ENA. Besuche finden jährlich wechselweise in den Herbstferien statt. Die Gruppe, die gerade Osnabrück besucht, besteht aus 26 Jugendlichen zwischen 12 bis 17 Jahre sowie acht Studenten. Alle französischen Gäste wohnen ausschließlich in Gastfamilien des OTB, fast alle zusammen mit gleichaltrigen deutschen Leichtathleten.