Hintergrund des Besuches der Vertreter von Verwaltung und Stadtwerken der südschwedischen Stadt, die 2011 Umwelthauptstadt Schwedens wurde, ist ein besonderes Interesse an den Erfahrungen, die in Osnabrück zum Thema Photovoltaik gesammelt wurden. Insbesondere bei diesem Thema ist Osnabrück der Stadt Lund weit voraus, während andererseits der Anteil des Fahrradverkehrs in Lund die Osnabrücker Vertreter beeindruckte.
Zum Thema Klimaschutz, so Oberbürgermeister Pistorius in seiner Willkommensrede, gebe es mittlerweile viel zu berichten und zu zeigen, angefangen über das erfolgreiche Sun-Area-Solarkatasterprojekt, das Repowering der Windkraftanlagen bis zum Projekt Mobilität 2030. Die Stadt werde in Zusammenarbeit mit der Region in den kommenden Jahren im Rahmen des Masterplans 100 % Klimaschutz versuchen herauszufinden, mit welchen Maßnahmen die ehrgeizigen CO2-Ziele bis 2050 erreicht werden können. Hierzu seien Erfahrungen aus anderen Städten wie Lund sehr willkommen.
Lund, langjährige Partnerstadt von Greifswald, arbeitet mit weiteren Partnerstädten aus dem Ostseeraum und der Stadt Osnabrück seit zwei Jahren in einem von der EU finanzierten Programm zum Erfahrungsaustausch auf kommunaler Ebene im Bereich Klimaschutz zusammen.
Im Rahmen des zweitägigen Besuchs in Osnabrück standen umfangreiche Gespräche und Besichtigungen von Anlagen und Einrichtungen, die den Bereich Klimaschutz betreffen, auf dem Programm der Schweden. Unter anderem wurde Osnabrücks größte Photovoltaikanlage bei der Firma Hamm-Reno besichtigt, Windkraftanlagen in Darum und auf dem Piesberg, die in Passivhausbauweise errichtete Herrmann-Nohl-Schule und das Nettebad. Abgerundet wurde das umfangreiche Programm durch intensive Fachvorträge bei den Stadtwerken Osnabrück AG.








