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Armutsrisiken in Osnabrück

Was macht eigentlich dick: Chips und Schokolade? Oder doch eher Armut oder Wohlstand? Und in welchen Stadtteilen haben Kinder gesündere Zähne? Und welche Auswirkung auf den Schulabschluss hat die Frage, ob die Kinder von Mama und Papa oder von Alleinerziehenden betreut werden? Armut tut weh und hat Folgen für das ganze Leben. Weil das so ist, hat die Verwaltung durch ihr Bildungsbüro den so genannten "Armutsbericht" erarbeiten lassen, dessen vollständiger Titel lautet: "Soziale Ungleichheit in Osnabrück – ein kleinräumiger Ansatz mit besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen". Zahlreiche Daten sind in diesem Bericht zusammengefasst worden und ergeben nun ein sehr genaues und differenziertes Bild von den Armutsrisiken in Osnabrück. Am Dienstag, 13. März, wurde dieser Bericht dem Rat zur weiteren Beratung vorgelegt

Dieser Bericht untersucht die soziale Ungleichheit in Osnabrück kleinräumig: Hierfür wurde die Stadt in 78 Planungsräume aufgeteilt, so dass auch innerhalb eines Stadtteiles genauer hingeschaut werden kann. "In der Vergangenheit hatten wir keine richtige Erfolgskontrolle über die eingesetzten Mittel. Um zu wissen, was wir tun müssen, müssen wir die Ausgangslage besser kennen", sagt Oberbürgermeister Boris Pistorius. "Der Bericht liefert uns nun die geeigneten Anhaltspunkte."

Insgesamt wurden fünf Sozialraumprofile definiert: Jedes dieser Profile beschreibt spezifische soziale und demographische Bedingungen. So wohnen in den Planungsräumen von Profil 1 anteilig die meisten Kinder und Jugendlichen (19,1% im Vergleich zu 15,4% in der Stadt insgesamt) und zugleich auch die meisten SGB2-Empfänger (29,1% im Vergleich 13,2% in der Stadt insgesamt). Dadurch konnten städtische Teilgebiete herausgefiltert werden, in denen sozial- und bildungspolitische Handlungsschwerpunkte gesetzt werden sollten. Für die Analyse wurden verschiedene Daten kombiniert, unter anderem die SGB2-Quoten, der Anteil der Kinder unter 15 Jahre im SGB2-Bezug und der Anteil der alleinerziehenden Familien. Ein Ergebnis der Analysen ist: Auf das Sozialraumprofil mit den stärksten Armutsrisikohinweisen entfallen 10 der 78 Planungsräume. Will man die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen verbessern, muss man dort anfangen. "Mit diesem Bericht können wir darstellen", sagt Stadträtin Rita Maria Rzyski, "wie bestimmte Faktoren aufeinander wirken und sich gegenseitig beeinflussen."  

Auf der Grundlage dieses Berichts können nun konkrete Maßnahmen zielsicher ausgearbeitet werden, um zumindest die Folgen von Kinderarmut zu mildern. Dafür ist die Gießkanne sicherlich das falsche Instrument. "Wir haben mit diesem Bericht eine vorzügliche Grundlage erhalten", sagten Pistorius und Rzyski während der Vorstellung des Berichts, Unsere Aufgabe wird nunmehr sein, auf der Basis dieses Datenpools die geeigneten Therapien zu diskutieren." Dafür stehen zunächst 2,1 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung – "eine komfortable Ausgangssituation, weil wir mit diesem Geld Schwerpunkte setzen können."

Bericht zum Herunterladen (6 MB).

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