Das Rathaus in Osnabrück.

10.000 kWp Solarstrom am Netz - Etappenziel mit Fotovoltaikanlage des Kinderhospitals erreicht

Im Dezember 2006, 15 Jahre nach Errichtung der ersten Photovoltaikanlage in Osnabrück, wurde erstmals gefeiert: 1.000 Kilowatt peak (kWp) aus rund 200 Anlagen erzeugten den Strombedarf für seinerzeit ca. 240 Haushalte. Jetzt ist ein weiteres Etappenziel erreicht: Mit Inbetriebnahme einer 21-kWp-Sonnenstromanlage auf dem Dach des Kinderhospitals am Schölerberg hat sich die installierte Solarleistung in Osnabrück in nur 5 Jahren auf 10.000 kWp verzehnfacht.


Foto v. li.: Oberbürgermeister Boris Pistorius, Hans-Christian Sanders, Vorstandsvorsitzender Kinderhospital-Verein; Manfred Hülsmann, Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender und Thomas Echterhoff, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Kinderhospital-Verein

"Damit haben wir einen weiteren Meilenstein beim Fotovoltaikausbau in Osnabrück gesetzt", sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius beim Ortstermin auf dem Dach des Kinderhospitals. Rund 8,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) werden von den insgesamt 734 Anlagen auf den Dächern Osnabrücks erzeugt. Damit könne rechnerisch der Strombedarf von mehr als 2.400 Haushalten ganzjährig gedeckt werden, mehr als 5.700 Tonnen CO2 werden eingespart. Nebeneinander gelegt würden die bisher installierten Solarzellen ca. 85.000 m² oder die Fläche von 12 Fußballfeldern einnehmen. "Das macht deutlich, welche Vorreiterrolle wir gemeinsam hier in der Stadt bei der Sonnenstromerzeugung einnehmen", so Pistorius weiter. Zu verdanken sei diese positive Entwicklung nicht zuletzt dem Projekt Sun Area, bei dem sich Internetnutzer mit wenigen Klicks anzeigen lassen können, ob sich die Dachflächen ihres Hauses für den Bau einer Solaranlage eignen.

Allein im Jahr 2011 haben die Stadtwerke Osnabrück 143 Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.700 kWp an ihr Stromnetz angeschlossen. "Gerade zum Ende des Jahres waren noch dutzende Anträge auf Netzanschluss bei uns eingegangen, da die Betreiber noch in den Genuss der höheren Einspeisevergütung kommen wollten", erläuterte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann. Trotz gesunkener Vergütungssätze rechnet Hülsmann damit, dass der Trend auch in diesem Jahr anhalte. "Uns liegen bereits jetzt zu Jahresbeginn Anträge auf Netzanschluss von 32 Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 3.300 kWp vor", so der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende. So entscheiden sich insbesondere immer mehr Firmen dafür, ihre Dächer für die Sonnenstromproduktion zu nutzen. Das ließe sich auch daran festmachen, dass die installierten Dachanlagen immer größer werden. Die bislang größte Fotovoltaikanlage im Stadtgebiet hat eine Leistung von 375 kWp.

Bestes Beispiel für diesen Trend ist die Inbetriebnahme der neuen, zweiten Sonnenstromanlage des Kinderhospitals am Schölerberg. "Mit beiden Anlagen können wir immerhin rund 34.000 Kilowattstunden grünen Strom erzeugen, den wir auch komplett selbst nutzen", erläuterte Hans-Christian Sanders, Vorstandsvorsitzender des Kinderhospital-Vereins. "Aufgrund der nach wie vor attraktiven Renditen und der Eignung beider Dachflächen zur Sonnenstromnutzung eine sehr sinnvolle Entscheidung, da wir zudem einen Beitrag zu den Klimazielen der Stadt leisten."

Oberbürgermeister Pistorius erinnerte in diesem Zusammenhang an den Beschluss des Rates, sich gemeinsam mit der Region um die Teilnahme an dem von der Bundesregierung geförderten "Masterplan 100% Klimaschutz" zu bewerben. In diesem Zusammenhang wagte er einen optimistischen Blick in die Zukunft: "Unser Projekt Sun Area zeigt, dass wir noch viel mehr Potenzial haben." Der gesamte private Stromverbrauch der Stadt könnte rein rechnerisch durch Sonnenstrom von Osnabrücker Dächern gedeckt werden. Dies sei ein wichtiges Ziel, um auch in den Grenzen der Stadt einen nicht unbedeutenden Anteil erneuerbarer Energie zu erzeugen. Stadt und Stadtwerke wollen daher gemeinsam mit den Bürgern der Stadt den Ausbau der grünen Energieerzeugung vorantreiben, um die ehrgeizigen Klimaziele (50% weniger Energieverbrauch und 95% CO2-Reduktion bis 2050 im Vergleich zu 1990) zu erreichen.

Weitere Infos: www.osnabrueck.de/sun-area

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