Das Rathaus in Osnabrück.

Leitbild des Rates zur Integration

Der Rat der Stadt Osnabrück hat in der Sitzung am 17. Juli 2007 folgenden Text des Leitbildes beschlossen:

Die Integration und gleichberechtigte Teilnahme von in Deutschland lebenden Zuwanderern gehört zu den wichtigen Zukunftsaufgaben der Städte und Gemeinden. Der Rat der Stadt Osnabrück betrachtet es daher als seine Aufgabe, diesen Prozess aktiv zu gestalten. Wer dauerhaft in Osnabrück leben möchte und dazu berechtigt ist, soll für sich und seine Familie die gleichen Chancen der beruflichen und sozialen Eingliederung wie alle anderen Bürger und Einwohner bekommen. Integration von Zuwanderern bezeichnet keinen Prozess einseitiger Anpassung, sondern einen Prozess des Voneinanderlernens auf der Grundlage gegenseitiger Achtung und Anerkennung. In diesem Sinne ist dieses Leitbild Selbstverpflichtung für den Rat, die Ausschüsse und die Verwaltung der Stadt Osnabrück. Die Friedensstadt Osnabrück stellt sich dieser Aufgabe in besonderer Weise, weil die erfolgreiche Integration von Zuwanderern ein wichtiger Schlüssel für die friedliche Entwicklung unserer Gesellschaft ist. Sie stellt sich entschieden gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung.

  • Alle dauerhaft in Osnabrück lebenden Menschen sollen integriert werden und sich integrieren.
  • Die Integration ist nicht nur formal mit gleichen Rechten, sondern auch real mit gleichen Chancen verbunden. Der Rat der Stadt verpflichtet sich, die Chancengleichheit der Zuwanderer zu unterstützen.
  • Integration ist ohne Sprachkompetenz nicht möglich. Für die Zukunftschancen der Menschen mit Migrationshintergrund ist es daher von zentraler Bedeutung, dass sie die deutsche Sprache lernen. Insbesondere den Kindern ist die Möglichkeit zum Erwerb der deutschen Sprache einzuräumen.
  • Integration ist für Zuwanderer keine Option, sondern Verpflichtung. Sie ist verbunden mit der Achtung der hiesigen kulturellen, religiösen und anderen gesellschaftlichen Grundlagen und der Anerkennung der deutschen Rechtsordnung.
  • Den Zuwanderern wird die kulturelle und religiöse Gestaltung ihrer Lebensführung im Rahmen der Gesetze zugesichert. Kulturelle Vielfalt in diesem Sinne und interkulturelle Verständigung werden als Bereicherung verstanden und durch die Stadt Osnabrück unterstützt.
  • Die räumliche Konzentration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen darf nicht zum Integrationshemmnis werden. Deshalb sind strukturell benachteiligte Stadtteile aufzuwerten.
  • Der Rat der Stadt Osnabrück wird sich dafür einsetzen, dass auch Zuwanderer und ihre Familien Zugang zu Arbeit und Einkommen finden. Dafür geeignete Programme werden unterstützt.
  • Der Rat der Stadt Osnabrück wird alle geeigneten Maßnahmen für eine erfolgreiche Teilnahme der Kinder aus Zuwandererfamilien im deutschen Bildungssystem unterstützen.
  • Der Rat der Stadt Osnabrück verpflichtet sich zur besonderen Unterstützung von Frauen mit Migrationshintergrund.
  • Den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen mit Migrationshintergrund wird in der Seniorenarbeit und in der Altenhilfe Rechnung getragen.

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