Die Gegenzeichnung dieses Vertrages wurde von Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius und Hefeis Oberbürgermeister Cunrong Wu am 8. November 2006 im Friedenssaal des historischen Rathauses in Osnabrück vorgenommen. Hefeis Oberbürgermeister hat Osnabrück mit einer offiziellen Delegation besucht und dabei die Gelegenheit genutzt, die bestehenden Kontakte zu Hochschulen, Industrie und Wirtschaft zu vertiefen und Neue aufzubauen.
Hefei ist Hauptstadt der im Nordwesten Ostchinas gelegenen Provinz Anhui und befindet sich zwischen den Flüssen Yangtze und Huai. Das Stadtgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von 120 Quadratkilometern, der Bezirk auf 7266 Quadratkilometern. In der Stadt leben etwa 1,46 Millionen Einwohner, die Bevölkerung im Bezirk beläuft sich auf 4,48 Millionen Einwohner. In der städtischen Zuständigkeit liegen die Landkreise Feidong, Feixi und Changfeng und die vier Bezirke Yaohai, Luyang, Shushan und Baohe. Hefei ist heute ein Verkehrsknoten und eine Industriestadt: Automobil-, Textil-, Stahl- und Chemische Industrie sind hier vertreten. Die Stadt beherbergt ein knappes Dutzend Universitäten und vergleichbarer weiterführender Schulen und stellt eines der vier von der chinesischen Regierung geförderten Zentren der Hochschulausbildung dar.
In der Provinz Anhui leben auf 139400 Quadratkilometern 62 Millionen Menschen. Anhui gehörte bis Anfang der 90er Jahre zu den ärmsten Provinzen Chinas, hat sich aber seitdem beispiellos entwickelt. Es gibt 21 Wirtschaftssonderzonen, welche in High-Tech, Economic und Technical sowie Tourist Zones unterteilt sind. Neben der landwirtschaftlichen Bedeutung verfügt die Provinz über reiche Bodenschätze. Mit Deutschland wickelt Anhui inzwischen etwa zehn Prozent seines Außenhandels ab. Die Region Anhui ist seit 1984 Partnerregion des Landes Niedersachsen.
Langjährige Kooperationen mit der Stadt Hefei beziehungsweise der Region Anhui bestehen auch seitens der Fachhochschule Osnabrück. Vor knapp 20 Jahren wurde die Partnerschaft mit der Vereinigten Universität Hefei begründet. Seither findet ein Dozenten- und Studentenaustausch statt. Die Kooperation erstreckt sich auf die Bereiche Betriebswirtschaft (deutsch- und englischsprachige Programme), Musik, Gesundheitswesen und Landwirtschaft.













