Die Bedeutung der Wehrmauer schwand bereits in früher Neuzeit. Im 16. Jahrhundert wurde sie teilweise abgetragen. Ihre Schutzfunktion übernahmen vorrangig die Wälle. Darüber hinaus verminderte sich schon kurz nach ihrer Errichtung die Gefahr durch Brandgeschosse, die ein Grund für den Mauerbau waren. Bereits seit 1338 waren Strohdächer bei Neubauten innerhalb der Stadt verboten.
Anfang des 19. Jahrhunderts entstand auf den Grundmauern eines der beiden Türme ein kleines Gartenhäuschen, dessen Obergeschoss aus Fachwerk besteht. Zwischen 1978 bis 1980 wurde das Gartenhaus restauriert und gleichzeitig der Bestand der Mauerreste gesichert.
Die Reste bieten noch immer einen guten Einblick in die Bauweise des späten 13. Jahrhunderts: Die stadtauswärtige Seite besteht aus einer durchgehenden Fläche, die kaum Angriffspunkte bot, während die stadtinnere Seite durch Pfeiler und Blendbögen verstärkt wurde.
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