Oberbürgermeister Boris Pistorius sagte in seiner Begrüßung: "Ich darf sicher sagen, dass das Thema ‚Kriminalprävention’ in Osnabrück ein solides Fundament hat. Das liegt unter anderem auch daran, dass es Menschen in unserer Stadt gibt, die sich diesem Feld schon seit Jahren verschrieben haben und es im wahrsten Sinne des Wortes ‚beackern’. Einige haben das in ihrem beruflichen Umfeld gemacht, andere in ihrer Freizeit, wieder andere haben nach ihrer beruflichen Laufbahn die Prävention zu einem Schwerpunkt ihres Lebens gemacht.
Ich möchte mich im Namen der Stadt Osnabrück ganz herzlich bei der Jury dafür bedanken, dass die Stiftung Kriminalprävention die Stadt Osnabrück mit dem Deutschen Förderpreis Kriminalprävention ausgezeichnet hat. Dieser Preis zeigt, dass wir uns nicht nur auf den Weg gemacht haben, sondern auf ihm auch ein gutes Stück vorangekommen sind. Viele kleine Projekte im unmittelbaren Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen sind angestoßen worden, die ein Ziel haben, nämlich Aggressionen abzubauen. ‚Gemeinsam geht’s leichter’ ist so ein Beispiel, das zusammen mit der Landesschulbehörde getragen wird. Dieses Projekt setzt im Kindergarten an, spricht aber auch Grundschüler an und soll auch in der Sekundarstufe 1 verankert werden. Ziel des Konzeptes ist, auftretende Konflikte frühzeitig zu erkennen, damit Gewalt keinen Raum bekommen kann. ‚Fit for Live’ ist ein weiteres Projekt. Hinter diesem Namen versteckt sich ein mobiles Boxprojekt: Mobil, weil nicht die Kids zum Boxen, sondern Boxtrainer in Schulen und in Gemeinschaftszentren gehen, um Jugendliche für diesen Sport zu gewinnen. Der Grundgedanke dabei ist ebenso einfach wie plausibel: Wer boxen will, muss trainieren, muss vernünftig leben und muss im sportlichen Wettkampf seinen Gegner respektieren.
Prävention kann nicht früh genug beginnen, soll aber auch so lang wie möglich fortgeführt werden. Und so ist die Seniorenarbeit ein weiterer Schwerpunkt. Ältere Menschen werden informiert, etwa nicht auf den Enkeltrick hereinzufallen. Sie werden für dieses Thema sensibilisiert, um sich vor Kriminalität besser schützen zu können.
Das Ziel absoluter Sicherheit wird gewiss nie zu erreichen sein, aber Prävention scheint mir das geeignete Mittel, um zumindest dieses Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Die objektiv messbaren und subjektiv fühlbaren Erfolge des – ich darf vielleicht sagen – ‚Osnabrücker Modells’ belegen das eindrücklich. Und gerade die subjektive Seite der Präventionsarbeit ist ja wichtig, denn die sichersten Straßen und Plätze bleiben sozusagen dunkel, wenn sich die Menschen dort nicht sicher fühlen." BR>






