Geschichte
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind die britischen Streitkräfte mit ihren Kasernenstandorten und den Wohnquartieren im Stadtbild Osnabrücks verankert.
Mit der Besatzung 1945 nahmen die Briten ehemalige Kasernenstandorte der Wehrmacht, beispielsweise die Winkelhausenkaserne im Hafen sowie die Scharnhorst-, Metzer- und Von- Stein Kasernen am Westerberg ein.
Neben den bestehenden Anlagen erschlossen sie sich aber auch neue Gebiete, zum Beispiel das ehemalige Gefangenenlager "Eversburg" in Atter oder das Gelände der Teutowerke am Limberg in der Dodesheide.
Abzug der britischen Streitkräfte
Nach den bestätigten Plänen des britischen Verteidigungsministeriums in London haben bis zum Sommer 2009 die Britischen Streitkräfte den Standort Osnabrück aufgegeben. Damit hat der bis dahin größte Truppenverband außerhalb Großbritanniens die Bundesrepublik Deutschland verlassen.
Die Geschichte des Abzugs stellte sich wie folgt dar:
- 25. September 2008: Übergabe der Kaserne an der Landwehrstraße (ehemals Quebec Barracks) im Stadtteil Atter
- 8. Oktober 2008: Übergabe der Scharnhorst Kaserne (ehemals Belfast Barracks) und Metzer Kaserne (ehemals Prestatyn Barracks) im Stadtteil Westerberg
- 18. Dezember 2008: Übergabe der Winkelhausenkaserne (ehemals Roberts Barracks) im Stadtteil Hafen
- 26. Februar 2009: Übergabe der Von-Stein Kaserne (ehemals Woolwich Barracks ) im Stadtteil Westerberg
- 26. März 2009: Übergabe der Kaserne am Limberg (ehemals Mercer und Imphal Barracks) im Stadtteil Dodesheide
Damit stehen seit Beginn 2009 rund 160 Hektar zusätzliche Flächen zuzüglich der Schul- und Sportflächen für Stadtentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung.
Infrastruktur
Ein Großteil der Versorgungs- und Sozialinfrastruktur lag auf der Metzer- und der Von Stein-Kaserne südlich der Sedanstraße am Westerberg (Naafi, Schule, Kindergarten, Dienstleistungen). Aus Sicherheitsgründen befanden sich diese Einrichtungen überwiegend auf den Kasernenarealen. Lediglich die Derby- und die Marlborough School im Stadtteil Dodesheide und eine Sportfläche im Eingangsbereich des Fürstenauer Weges liegen außerhalb der Kasernen.

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