Das Rathaus in Osnabrück.

Quartierskonzept Gartlage

Integriertes energetisches Konzept für das Quartier Gartlage

Die Aufnahme in das KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" im April 2012 ermöglicht die Aufstellung eines integrierten Quartierskonzepts zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude und der Infrastruktur. Integrierte Quartierskonzepte zeigen unter Beachtung aller anderen relevanten städtebaulichen, denkmalpflegerischen, baukulturellen, wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aspekte auf, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier bestehen und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, um kurz-, mittel- und langfristig CO2-Emissionen zu reduzieren.

Mit der Erstellung des Quartierskonzepts hat die Stadt Osnabrück die Fachbüros BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Osnabrück, und pro-Energie, Hasbergen, beauftragt. Das Konzept wird voraussichtlich im Sommer 2013 vorgestellt. Sollten hohe Einsparpotenziale vorliegen, wird eine Anschlussförderung für einen Sanierungsmanager angestrebt, der die Umsetzung des Konzepts unterstützen soll.

Auswahl des Quartiers

Eine Analyse Osnabrücker Quartiere im Vorfeld der Antragsstellung hat ergeben, dass im Quartier Gartlage von einem hohen Energieeinsparpotenzial im privaten Bereich aufgrund der Sanierungsbedürftigkeit der Gebäude und Anlagentechniken zur Wärmeversorgung auszugehen ist. Auch für gemeinsame Wärmeversorgungskonzepte bietet das Quartier aufgrund einer verhältnismäßig geringen Anzahl an Eigentümern gemessen an der Anzahl der Wohn- und Gewerbeeinheiten und potenziellen Wärmelieferanten im Quartier gute Voraussetzungen.

Verbunden mit der energetischen Sanierung auf Grundlage des im ersten Schritt zu erarbeitenden Quartierkonzepts soll
  • eine Verbesserung der städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Situation,
  • eine Verbesserung des sozialen Gefüges der Bevölkerung und
  • eine Attraktivitätssteigerung und Aufwertung des gesamten Quartiers einhergehen.

Quartiersbeschreibung

Das Quartier Gartlage im gleichnamigen Stadtteil grenzt unmittelbar östlich an die Innenstadt an, lediglich getrennt durch eine Bahntrasse. Im Norden wird das Quartier durch die Liebigstraße und die Schlachthofstraße begrenzt. Im Süden verläuft die Grenze südlich der Bebauung an der Alten Poststraße und der Bohmter Straße. Den nördlichen Abschluss des Fördergebiets bildet die Halle Gartlage.


Das Quartier ist in Bezug auf die städtebauliche Situation sowie die Nutzungsstruktur sehr heterogen. Gewerbliche Nutzungen mit Verwaltungs- und Betriebsgebäuden sowie größere Stellplatzanlagen durchziehen das Quartier. Die übrigen Bereiche sind schwerpunktmäßig durch mehrgeschossige Wohnbebauung geprägt, die, entlang der durch das Fördergebiet verlaufenden Straßenzüge, als Blockrandbebauung ausgebildet ist. Großzügig begrünte Blockinnenbereiche tragen wesentlich zur Wohnqualität bei. Die Straßenzüge Liebigstraße und Bohmter Straße bestimmen maßgeblich die äußere Wahrnehmung dieses Quartiers. Eine städtebauliche Besonderheit ist die zwischen Krelingstraße, Liebigstraße und An der Tentenburg gelegene, unter Denkmalschutz stehende Arbeitersiedlung aus den 1920er Jahren.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Besonderer Wert wird auf die Einbindung der Hausbesitzer und -bewohner sowie weiteren Akteuren im Quartier gelegt, die wirtschaftlich sinnvollsten Lösungen zu entwickeln und so eine große Akzeptanz und Investitionsbereitschaft zu erzeugen.

Das Konzept

Das fertiggestellte Integrierte Energetische Quartierskonzept (IEK-Gartlage, siehe auch: "Zum Herunterladen") ist Grundlage eines bereits bewilligten Zuschusses der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Sanierungsmanagement.

Im Rahmen des Sanierungsmanagements sollen die in der Konzeptphase entwickelten Maßnahmen in die Praxis umgesetzt bzw. der Prozess der Umsetzung geplant werden.

Die Einzelmaßnahmen, die im Konzept u.a. im Hinblick auf Effekte, Kosten, Restriktionen / Abhängigkeiten näher erläutert werden, sind zumeist von privaten (gewerblichen) Akteuren durchzuführen. Der Kommune kommt daher die wichtige Aufgabe zu, die Umsetzung der Maßnahmen durch gezielte Beratung, Anreizsetzung und Öffentlichkeitsarbeit zu initiieren und zu begleiten. Die Unterstützung durch einen fachkundigen Sanierungsmanager ist von großer Bedeutung.

Die Stadt Osnabrück richtet nun für die Umsetzung des IEK Gartlage ein Sanierungsmanagement für die Dauer von drei Jahren ein. Beginn der Maßnahme ist das erste Quartal 2014. Für das Sanierungsmanagement wird im Fachbereich Umwelt und Klimaschutz eigenes Fachpersonal freigestellt. Zusätzlich wird ein Sanierungsträger mit den Aufgaben eines Sanierungsmanagers beauftragt.

Zum Herunterladen

Integriertes Energetisches Quartierskonzept Osnabrück Gartlage

Anhang zum "Integrierten Energetischen Quartierskonzept"

Fragebogen "Energetisches Quartierskonzept Gartlage"

Linktipp

Pressemitteilung "Informationsveranstaltung: Energetische Stadtsanierung in der Gartlage"

Programm "Energetische Stadtsanierung" der KfW-Bankengruppe

Kontakt

Stadt Osnabrück, Fachbereich Umwelt und Klimaschutz
Hannoversche Straße 6 – 8
49084 Osnabrück
Telefon: 0541 323-3173
E-Mail: quartierskonzept-gartlage@osnabrueck.de

Suche

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender für die Region Osnabrück und das Münsterland

zum Veranstaltungskalender

Bilder, Podcast, Videos

Bildergalerien

Bildergalerien Wie war's? Erfahren Sie es in unserer kleinen Galerie. mehr

Podcast

Podcast Audio-Beiträge der Stadt Osnabrück und des osradios. mehr

Osnabrück im Film

Film Programmkino der ganz besonderen Art. mehr

Soziale Netzwerke

  • YouTube
  • Flickr
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Plus
  • RSS
  • PodCast

Soziale Netzwerke sind wegen zum Teil mangelhaften Datenschutzes in der Kritik. Dennoch wird die Stadt Osnabrück auch weiterhin in den gängigen Sozialen Netzwerken vertreten sein. Bitte beachten Sie dort die jeweiligen Angaben zum Datenschutz und zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Stadt Osnabrück übernimmt keine Gewähr für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen der einzelnen Sozialen Netzwerke.