Das Rathaus in Osnabrück.

Osnabrück hat eine neue Wasserkante: Haseuferweg frei

Großer Tag für die Hase: Nach elfmonatiger Bauzeit wurde am Samstag, 11. September, der erste neue Innenstadt-Abschnitt des Uferwegs eröffnet, der auf eine Länge von 17 Kilometern durch ganz Osnabrück ausgebaut werden soll. Bürgermeister Burkhard Jasper, Christiane Balks und Nikola Fiedler vom städtischen Fachbereich Umwelt, Dr. Fritz Brickwedde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Hase-Anrainer Dr. Hans-Gert Drewes und die CDU-Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen gaben das neue Teilstück frei: Sie räumten mit vereinten Kräften eine Sperrbarke aus dem Weg und führten einen Rundgang über den neuen Fuß- und Radweg an.

Der neue Abschnitt ist 215 Meter lang und schafft eine Verbindung von der Neuen Mühle an der Heinrich-Heine-Straße bis zur Schlagvorderstraße. Wichtigste städtebauliche Neuerung ist ein 95 Meter langer Steg, der den Haseuferweg von der Brücke an der Schlagvorderstraße bis zum Uferanschluss hinter einem Grundstück im Winkel zwischen Möserstraße und Goethering übers Wasser führt. Die Stahlkonstruktion führt den Weg bei normalem Wasserstand in etwa zwei Metern Höhe über den Fluss. Über dem Wasser säumt ein Geländer den Weg, er ist durchgehend zweieinhalb Meter breit, beleuchtet und mit Betonplatten ausgelegt.

Der Eröffnungsakt fand auf einer neuen Uferplattform gegenüber der Neuen Mühle statt, die zuletzt meterhoch vom Hochwasser überspült war. "Es gibt viele Ziele, für die es sich lohnt, einen Haseuferweg zu bauen", sagte Burkhard Jasper. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Stadt Osnabrück viele Ziele für den Fluss verfolge, die von der Wiederherstellung der ökologischen Durchlässigkeit bis zum Schaffen neuer Zugänge für die Menschen reichten. Der Ausbau des Uferwegs sei in diese Vorhaben eingebettet und bedeute einen wichtigen Schritt für die Stadtentwicklung. Nach den Worten von Jasper belaufen sich die Kosten für den jetzt eröffneten Wegabschnitt auf 708.000 Euro.

Der Bürgermeister wandte sich gegen eine Kostendiskussion um das Vorhaben. "Wir haben beschlossen, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen", sagte Jasper, der deutlich machte, dass die Realisierung des Gesamtvorhabens ohne die für den zweiten Innenstadt-Bauabschnitt vorgesehen Mittel aus dem Konjunkturpaket II nicht möglich gewesen wäre. Jasper sagte, dass von den 16,1 Mio. Euro, die Osnabrück aus dem Förderprogramm der Bundesregierung erhält, 1,5 Mio. Euro für die Fortführung des Uferwegs verwendet werden sollen.

Das zweite Innenstadt-Teilstück schafft die fehlende Verbindung von der Schlagvorderstraße bis zum Eckgrundstück an der Wittekindstraße zum Neumarkt. Da die Grundstückszuschnitte hier keine andere Streckenführung zulassen, werden die verbleibenden 260 Meter bis in die Mitte der Stadt komplett auf Stelzen gebaut. Dafür sind Kosten von 1,8 Mio. Euro veranschlagt. Wie Bauleiterin Nikola Fiedler vom Fachbereich Umwelt ankündigte, beginnen die Arbeiten in einer der nächsten Wochen. Die Eröffnung wird nächstes Jahr erfolgen. Christiane Balks, die Leiterin des Projekts "Lebendige Hase", das alle städtischen Vorhaben zum Fluss koordiniert, und Detlef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Umwelt der Stadt Osnabrück, kündigten an, dass nach dem Innenstadtausbau die noch bestehende Lücke des Haseuferwegs an der Schellenbergbrücke geschlossen werden soll.

Hasepate und DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde machte deutlich, dass sich die Wasserqualität und der Zustand des ganzen Fluss-Lebensraums in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben. Brickwedde wies darauf hin, dass die Revitalisierung der Hase von Melle bis Meppen ein wichtiges Thema auch für die DBU sei. Die Stiftung habe Vorhaben für den Fluss bereits mit mehr als einer Million Euro gefördert, darunter auch die Osnabrücker Projekte "Lebende Hase" und das "Netzwerk Schulen für eine Lebendige Hase".

Hase-Anrainer Drews ging auf die Bedeutung des Flusses für die Entwicklung der Stadt Osnabrück und die vielen Funktionen der Hase vom Transportweg bis zum Waschplatz ein. Er schloss seine Rede mit einem schönen Wunsch: "Allen, die hier gehen, stets einen guten Weg. Und alle Anrainer mögen von der neuen Lebendigkeit des Flusses profitieren". Die Eröffnung des ersten Innenstadt-Abschnitts wurde mit einem bunten Programm gefeiert, an dem die Schüler-Band "PULPfunktion", der Wassersportverein Osnabrück mit Kanuvorführungen, das rollende Umweltmobil Grashüpfer mit Wassertests für Kinder, der Tourismusverband Hasetal mit einem Infomobil sowie das "Netzwerk Schulen für eine Lebendige Hase" und das Cafe Hasestrand beteiligt waren. Die Besucher konnten sich an einem großen Gewinnspiel beteiligen, bei dem Reisen an den Fluss als Preise auf dem Spiel stehen. Das Gewinnspiel ist Teil einer großen Rätsel- und Informationsreihe des Fachbereichs Umwelt mit dem Internet-Magazin Marktplatz Osnabrücker Land. Das Gewinnspiel läuft noch bis einschließlich 16. September. Wer miträtseln will, kann sich über die Internetseiten des Projekts Lebendige Hase (www.lebendige-hase.de) oder direkt auf den Hase-Sonderseiten des Marktplatz-Magazins (www.marktplatz-osnabrueck.de) beteiligen.

Der Ausbau der beiden insgesamt 475 Meter langen Innenstadt-Abschnitte von der Neuen Mühle bis zum Eckgrundstück der Sparkasse am Neumarkt geht auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006 zurück. Für die Realisierung wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt, aus dem die Hannoveraner Landschaftsarchitekten Irene Lohaus und Peter Carl als Sieger hervorgingen. Die Stadt Osnabrück hat im Jahr 2004 das Projekt "Lebendige Hase" initiiert, das alle städtischen Vorhaben zur Hase vom Gewässerschutz bis zum Bau des Uferwegs koordiniert. Die Koordinierungsstelle ist im Fachbereich Umwelt angesiedelt und wird von Christiane Balks geleitet.

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