Das Rathaus in Osnabrück.

Stiftungen bildeten den Grundstock

Logo des Museums- und Kunstvereins Osnabrück
Die Geschichte des Museums- und Kunstvereins Osnabrück reicht zurück bis in das Jahr 1879, in dem der "Museums-Verein für den Landdrosteibezirk Osnabrück" im Friedenssaal des Rathauses von engagierten Bürgern gegründet wurde. Größere und kleinere Stiftungen der ersten Mitglieder bilden den Grundstock der Sammlungen. Die wichtigsten dieser Schenkungen prägen auch heute noch wesentliche Teile des Gesamtbestandes, erwähnt sei hier nur als Beispiel die Gemäldesammlung niederländischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts der Familie Stüve.

1929 übergibt der Verein seine Sammlungen dem Städtischen Museum unter der Bedingung, dass die Stadt einen hauptamtlichen Museumsleiter für das 1890 errichtete Museumsgebäude einstellt. Gemeinsam mit der Osnabrücker Sektion des Dürerbundes werden verschiedene Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Vortragsveranstaltungen organisiert.

Während des Nationalsozialismus verliert das Museum seine Funktion als Träger des kulturellen Lebens. Nach einigen Versuchen, in Kunstausstellungen ihren Prinzipien treu zu bleiben, stellen Dürerbund und Verein ihre Ausstellungstätigkeit ein. Von diesem Moment an wird das Ausstellungswesen von der Organisation "Kraft durch Freude" vereinnahmt.

Der Museumsverein nimmt seine Arbeit 1946 wieder auf und beginnt damit, die ausgelagerten Sammlungen wieder zugänglich zu machen, durch engagierte Stiftungstätigkeit zeitgemäß zu erweitern und durch Vorträge und Studienfahrten bildend zu wirken. In den folgenden Jahren wird auch die Organisation von Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst zu einem festen Programmpunkt des Vereins, der sich 1967 in Museums- und Kunstverein Osnabrück e.V. umbenennt.

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