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VfL: "Grundlagen für sportlichen Erfolg jetzt schaffen"

Erster Schritt: Finanzierung der Liquiditätsreserve bis 31. Mai

Der VfL Osnabrück ist für das Image von Stadt und Region Osnabrück von großer Bedeutung. Tausende Anhänger fiebern mit, sind live dabei, verfolgen die Berichterstattung im Radio oder kaufen die Zeitung, um über die sportliche Leistung 'ihres' Vereins informiert zu werden.

In den vergangenen Wochen nahm aber die Berichterstattung über die finanzielle Situation des Vereins immer mehr Raum ein. Deswegen wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt. Das Ziel war klar, aber der Weg musste erst noch gefunden werden.

Die erste Etappe ist mit dem Datum 31. Mai verbunden: Bis dahin muss der VfL eine sogenannte Liquiditätsreserve in Höhe von insgesamt 2 Millionen Euro nachweisen können, um für die kommende Saison vom Deutschen Fußballbund (DFB) die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten. Diese 2 Millionen verteilen sich auf die Rückrunde der jetzt ablaufenden Saison und auf die kommende Spielzeit.



Bild v. li.: Erster Kreisrat Stefan Muhle vom Landkreis Osnabrück; Oberbürgermeister Boris Pistorius und der Präsident des VfL Osnabrück, Gert Lehker. Foto: Presseamt Stadt Osnabrück

Diskutiert wurde der Verkauf der Stadionausbauten an eine öffentliche Objektgesellschaft in einem "Sale Lease Back". Der Verkauf der Immobilien, um diese dann zu mieten, hätte dem VfL auf einen Schlag eine erhebliche finanzielle Stabilisierung durch erhöhte Liquiditat verschafft und damit entsprechend mehr Planungssicherheit gewährt.

Die juristischen Abstimmungen für diese Option sind aber bis zum Ende des Monats nicht mehr durchzuführen. Auch die Klärung vieler Detailfragen sowie die Abstimmungen in den Gremien in einer so weitreichenden Angelegenheit waren in dieser kurzen Zeit nicht zu gewährleisten. So dass nun zur Deckung der Finanzierungslücke den zuständigen Gremien folgende Option vorgeschlagen wird:

  1. Die Stadt Osnabrück vereinbart mit dem Verein eine Kaufoption für die genannten Gebäude und Stadionteile in Höhe eines sechsstelligen Betrages. Die Absicherung des Betrages erfolgt zu je einem Drittel durch die Stadt Osnabrück, den Landkreis Osnabrück und die Stadtwerke Osnabrück. Die Kaufoption würde dann im Zusammenhang mit einer möglichen Übertragung der Gebäude und Stadionteile auf eine Besitzgesellschaft übertragen.
  2. Die Stadtwerke Osnabrück ziehen ihre Sponsorengelder aus der Folgesaison vor.
  3. Das Jugendleistungszentrum wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit jährlich 195.000 Euro durch die Sparkasse in Abstimmung mit den Trägern Stadt und Landkreis unterstützt. Damit wird der Wirtschaftsplan des VfL deutlich entlastet.
  4. Außerdem sollen die Beteiligten, die die bestehenden Kredite des VfL absichern, über eine  einjährige Tilgungsaussetzung der langfristigen Darlehen befinden.

Dies ist ein zwischen dem VfL, dem Oberbürgermeister, dem Landrat sowie allen weiteren Beteiligten ausgearbeiteter Lösungsvorschlag. Über diesen wird jetzt in den zuständigen Gremien bei Stadt, Landkreis, Land und Sparkasse beraten. Auf Seiten der Stadt ist beabsichtigt, dass der Rat in den ihn betreffenden Fragen am 22 Mai einen Beschluß faßt.

Das beschriebene Sale-Lease-Back Modell soll nach Möglichkeit bis zum 31. Dezember abgeschlossen werden. Damit verbunden ist eine von den öffentlichen Partnern geforderte Professionalisierung der Strukturen auf Grundlage einer gutachterlichen Untersuchung. Oberbürgermeister Boris Pistorius wäre bereit, diesen Plan zu unterstützen, sofern die zuständigen Gremien zustimmen.

Das dargestellte Verfahren soll ein Szenario abwenden helfen, was dazu führen könnte, dass der VfL durch die Nichterteilung der Lizenz in eine ungewisse Zukunft geht.

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