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Aufgaben 

Feuerwehr: Mehr als nur ein Helfer in Notlagen

Logo der Osnabrücker Feuerwehr
 
Die Feuerwehr ist ein multifunktionaler Dienstleister mit über 35000 Einsätzen im Jahr. Darunter fällt nicht nur der Brandschutz, sondern auch Technische Hilfeleistung, der Rettungsdienst, Vorbeugender Brandschutz, Brandsicherheitswachen und der Bevölkerungsschutz.

Die Feuerwehr wird aktiv bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen, bei Überschwemmungen durch starken Regen, bei Gewittern, beim Freiwerden umweltgefährdender Stoffe und vielem mehr. Dazu kommt ein Rettungsdienst mit über 30000 Einsätzen im Jahr, die abgewickelt, koordiniert und abgerechnet werden müssen.

Um diesem vielfältigen Aufgabenspektrum gerecht zu werden, müssen die Mitarbeiter sich durch Ausbildungsmaßnahmen und Dienstsport fit halten und auch die Technik muss rund um die Uhr gewartet werden.

Aber es wird auch vorbeugend gearbeitet, beispielsweise durch Schulungen im Bereich Erste Hilfe und Einsatz von AED-Geräten (Automatisierte Externe Defibrillatoren zur Wiederbelebung bei Herzstillstand) für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Brandschutzerziehungen vom Kindergarten bis zu großen Firmen.

Oft wird übersehen, dass hinter der Feuerwehr eine komplette Verwaltung steht, die mit einem mittelständischen Unternehmen vergleichbar ist. Verwaltungsbereiche wie Materialbeschaffung, Personalabteilung und Rechnungswesen gehören genauso dazu, wie die oben beschriebenen Aufgaben. Wie jede andere Dienststelle muss auch die Feuerwehr Osnabrück regelmäßig Rechenschaft über ihre Einnahmen und Ausgaben ablegen.

Insgesamt sind etwa 45 Mitarbeiter an den Werktagen in der Feuerwache präsent. 21 Mitarbeiter der Wachschicht und des Rettungsdienstes (15 Mitarbeiter für Feuerwehrtechnische Aufgaben und sechs Mitarbeiter für den Rettungsdienst), 13 Mitarbeiter für Verwaltungstätigkeiten, elf Mitarbeiter des gehobenen Feuerwehrtechnischen Dienstes, die auf drei unterschiedlichen Führungsebenen arbeiten. Eine Führungsebene ist der C-Dienst, dies ist ein Mitarbeiter, der in einer 24-stündigen Schicht durchgehend auf der Wache ist. Die zweite Ebene ist der B-Dienst. Sie besteht aus einem Feuerwehrmann aus dem gehobenen Feuerwehrtechnischen Dienst, der bei großen Einsätzen die Einsatzleitung übernimmt. Dieser ist allerdings nicht 24 Stunden auf der Wache, sondern arbeitet im normalen Tagesdienst. Die übrige Zeit befindet er sich in Rufbereitschaft. Ihm steht in dieser Zeit ein Einsatzwagen zur Verfügung, um jederzeit schnell bei einem Einsatz den Dienst aufnehmen zu können. Die dritte Führungsebene ist der A-Dienst, der aus dem Amtsleiter oder seinem Stellvertreter besteht. Diese werden bei besonders großen Einsätzen benötigt - wie etwa beim letzten Kesselwagenunglück im März 2004.

Natürlich können nicht alle Einsätze von der Berufsfeuerwehr allein bewältigt werden. Daher gibt es in Osnabrück neben der Berufsfeuerwehr noch eine Freiwillige Feuerwehr mit sieben Ortsfeuerwehren. Hier helfen 266 aktive Mitglieder ehrenamtlich in ihrer Freizeit, um in Osnabrück ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Jede Ortsfeuerwehr hat sich in einem Fachgebiet spezialisiert, wie beispielsweise Wasserversorgung, technische Hilfeleistung, Verpflegung. Nur durch diese Kombination gibt es in Osnabrück eine schlagkräftige Feuerwehr.

Bei großen Schadenslagen - wie dem oben erwähnten Kesselwagenunglück - gibt es neben den Einsatzkräften der Feuerwehr noch einen Verwaltungsstab (Vw-Stab). Dieser tritt zusammen, wenn neben den Feuerwehrtechnischen Aufgaben schnelle und koordinierte Verwaltungsentscheidungen erforderlich werden.

Der Vw-Stab setzt sich aus städtischen Fachbereichs- und Amtsleitern oder deren Stellvertretern zusammen und wird vom zuständigen Dezernenten oder dem Oberbürgermeister geleitet.

Die Feuerwehr ist ein klassischer und multifunktionaler Dienstleister, den sich die Stadt "leistet", um den Bürgern ein hohes Maß an Sicherheit bieten zu können und mit dem sie den Bürger nur in geringem Maße belastet. So betrugen die Kosten pro Einwohner nach Abzug der Einnahmen im Jahr 2005 nur 46 Euro.

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