Die Städteverbindung war neben Delegationsbesuchen und der Portugiesischen Woche vor allem von einem sehr lebendigen Kulturaustausch geprägt und trug zur Festigung der Beziehungen bei. 1989 wurden die intensiven Beziehungen zu Vila Real mit einem Freundschaftsvertrag untermauert, am 4. September von Oberbürgermeisterin Ursula Flick und ihrem portugiesischen Amtskollegen Dr. Armando Alfonso Moreira im Friedenssaal des historischen Osnabrücker Rathauses unterzeichnet. Unter der Schirmherrschaft des portugiesischen Präsidenten Mario Soares zeigte 1992 die "arte portugesa" in Osnabrück einen interessanten Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst des Landes.
Vila Real liegt in 450 Metern Höhe, etwa 85 Kilometer von Porto und vom Atlantik entfernt, am Ufer des Corgo. Rund 45000 Einwohner haben in der Stadt ihr Zuhause.
Die Ursprünge der Besiedlung und der Stadt reichen bis in die prähistorische Zeit und in die Antike zurück. Nach der Besetzung des Landes durch Kelten und Mauren verließen die Bewohner das Gebiet. Erst im 12. Jahrhundert kamen die Menschen wieder zurück und gründeten 1289 Vila Real de Panóias. 1293 wurden die Stadtrechte verliehen. Landwirtschaft, Kunsthandwerk und natürlich der Weinbau sind wichtige Wirtschaftszweige der Stadt. Insbesondere ist Vila Real berühmt für sein Leinen und das schwarze Tongeschirr.
Die Stadt besitzt zahlreiche sehenswerte historische Gebäude. Dazu zählen die gotische Kathedrale S. Domingos und die Barockkirchen S. Pedro und Clériogos. Neben den Häusern aus dem Mittelalter sind das Bogenhaus, die Casa do Arco, mit seinen Zinnen und Erkern und das Haus Diogo Cáo hervorzuheben. Als schönster barocker Adelssitz in Portugal gilt das Herrenhaus von Mateus.
Die Stadt verfügt über vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten für ihre Besucher. Museen, Theater, Konzertsäle und Galerien bieten ein abwechslungsreiches Programm. Höhepunkte im Jahr sind die verschiedenen Feste wie die Corpus-Christi-Prozession, deren Tradition bis ins Mittelalter zurückreicht, das Fest zu Ehren des Heiligen Antonius, dem Schutzheiligen der Stadt, und der Markt San Pedro, der im Zeichen des Kunsthandwerks steht. Auf jeden Fall sollte man auch den Naturpark Parque Natural do Alvâo nördlich von Vila Real besuchen.
Feinschmecker lassen sich die typischen Fleisch- und Wurst-Spezialitäten der regionalen Küche nicht entgehen und genießen dazu die heimischen Weine.











