Das Rathaus in Osnabrück.

Einbürgerungen

Die wesentlichen Informationen im Überblick:

Wenn Sie seit acht Jahren rechtmäßig Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben.

Die allgemeinen Einbürgerungsvoraussetzungen in verkürzter Form:

  • Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung,
  • Unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine Aufenthaltserlaubnis für andere als die in den §§ 16, 17, 20, 22, 23 Abs. 1, §§ 23 a, 24 und 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes aufgeführten Aufenthaltszwecke,
  • Bestreiten des Lebensunterhaltes ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem 2. oder 12. Buch Sozialgesetzbuch (Ausnahme: Sie haben deren Inanspruchnahme nicht zu vertreten),
  • Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit (Ausnahme: siehe Mehrstaatigkeit),
  • keine Verurteilung wegen einer Straftat (Geringfügige Verurteilungen können außer Betracht bleiben),
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (die Anforderungen der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch müssen in mündlicher und schriftlicher Form erfüllt werden),
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland (erst ab dem 01.09.2008 durch erfolgreichen Einbürgerungstest nachzuweisen)

Der Ehegatte und die minderjährigen Kinder können unter den oben genannten Voraussetzungen mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhalten.Bei erfolgreicher Teilnahme an einem Integrationskurs wird die o. g. Frist auf 7 Jahre verkürzt und kann bei besonderer Integrationsleistung auf 6 Jahre verkürzt werden.

Ausschlussgründe

Ein Einbürgerungsanspruch besteht nicht, wenn

  • Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass der Einbürgerungsbewerber insbesondere verfassungsfeindliche Betätigungen verfolgt oder unterstützt.
  • ein Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 und 5 a des Aufenthaltsgesetzes vorliegt.

Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit

Von der Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit wird abgesehen, wenn der Ausländer seine bisherige Staatsangehörigkeit nicht oder nur unter besonders schwierigen Bedingungen aufgeben kann. Das ist zum Beispiel anzunehmen, wenn

  • das Recht des ausländischen Staates ein Ausscheiden aus der Staatsangehörigkeit nicht vorsieht,
  • der ausländische Staat die Entlassung regelmäßig verweigert,
  • der ausländische Staat die Entlassung aus Gründen versagt, die der Ausländer nicht zu vertreten hat oder von unzumutbaren Bedingungen abhängig macht,
  • bei älteren Personen die Entlassung auf unverhältnismäßige Schwierigkeiten stößt und die Versagung der Einbürgerung eine besondere Härte darstellen würde,
  • dem Ausländer durch die Aufgabe erhebliche Nachteile insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art entstehen würden oder
  • der Ausländer einen Reiseausweis nach Artikel 28 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28.07.1951 besitzt.

Ferner wird von der Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit abgesehen, wenn der Ausländer die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der EU oder der Schweiz besitzt.

Benötigte Unterlagen:

In der Regel sind neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular folgende Unterlagen erforderlich:

  • Pass oder andere Urkunden zur Identitätsfeststellung und zum Nachweis der Staatsangehörigkeit,
  • Nachweis über den Personenstand, zum Beispiel Geburts- oder Abstammungsurkunde, gegebenenfalls Heiratsurkunde oder beglaubigte Ablichtung aus dem Familienbuch,
  • Lichtbild aus neuerer Zeit (nur von Einbürgerungsbewerbern, die das 16. Lebensjahr vollendet haben),
  • Eigenhändig geschriebener Lebenslauf (nur von Einbürgerungsbewerbern, die das 16. Lebensjahr vollendet haben); der Lebenslauf soll eine ausführliche Schilderung des persönlichen und beruflichen Werdegangs enthalten und nicht in tabellarischer Form abgefasst sein,
  • Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse (z. B. Zertifikat Deutsch)
  • Nachweise über Einkommen (z.B. letzten 3 Verdienstabrechnungen, Bescheid der AGOS, Wohngeldbescheid, Steuerbescheide, Rentenbescheide, Unterhaltsregelungen usw.).

Im Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Für bestimmte Personenkreise (Ehegatten/Lebenspartner Deutscher, Asylberechtigte, ausländische Flüchtlinge und so weiter) gelten Sonderregelungen. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen schon nach kürzeren Aufenthaltszeiten eingebürgert werden. Bitte informieren Sie sich bei Ihren Ansprechpartnern.

Rechtsgrundlagen:

Staatsangehörigkeitsgesetz

Gebühren:

Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt 255 Euro. Sie ermäßigt sich für ein minderjähriges Kind, das mit eingebürgert wird, auf 51 Euro.


Weitere Informationen:
 

Sprechzeiten:

montags und freitags: 8 bis 12 Uhr
dienstags: 8 bis 16 Uhr
donnerstags: 8 bis 17.30 Uhr
mittwochs: geschlossen

Barrierefreiheit:

Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen des Stadthauses 1 sind die oberen Etagen der Anbauten im Stadthaus 1 zurzeit nicht barrierefrei erreichbar. Bitte wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner.

Busverbindung:

S10, 11, R11, 12, 13, E33 -
Rißmüllerplatz

Parken:

Stadthausgarage

Adresse:

Ausländerbehörde
Stadthaus 1
Zimmer 129
Natruper Tor-Wall 2
49074 Osnabrück



 

Kontakt:

Telefon: 0541 323-4650
Fax: 0541 323-4189

Frau Winter

Herr Langschmidt

Suche

Veranstaltungen

Veranstaltungskalender für die Region Osnabrück und das Münsterland

zum Veranstaltungskalender

Bilder, Podcast, Videos

Bildergalerien

Bildergalerien Wie war's? Erfahren Sie es in unserer kleinen Galerie. mehr

Podcast

Podcast Audio-Beiträge der Stadt Osnabrück und des osradios. mehr

Osnabrück im Film

Film Programmkino der ganz besonderen Art. mehr

Soziale Netzwerke

  • YouTube
  • Flickr
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Plus
  • RSS
  • PodCast

Soziale Netzwerke sind wegen zum Teil mangelhaften Datenschutzes in der Kritik. Dennoch wird die Stadt Osnabrück auch weiterhin in den gängigen Sozialen Netzwerken vertreten sein. Bitte beachten Sie dort die jeweiligen Angaben zum Datenschutz und zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die Stadt Osnabrück übernimmt keine Gewähr für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen der einzelnen Sozialen Netzwerke.