Hintergrund und Ziel
Auf Vorschlag der Osnabrücker Sozialkonferenz hat der Rat ein Zehn-Punkte-Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut verabschiedet und finanzielle Mittel für verschiedene Unterstützungsangebote bereitgestellt. Dazu gehört die Einrichtung von kleinen Fördergruppen an Grundschulen, in denen eine intensive Hausaufgabenhilfe durchgeführt wird und in denen gezielt der Umgang mit der deutschen Sprache gefördert werden soll. Das Angebot richtet sich allerdings nicht explizit an Kinder aus Migrantenfamilien, sondern auch an schwache deutsche Schüler, die Unterstützung brauchen, um adäquate Zuweisungen zu weiterführenden Schulen zu erhalten und ihre Chancen auf erfolgreiche Bildungswege zu verbessern.
Aufgabe der Schule
Die Gruppen werden mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 eingerichtet, vornehmlich für die dritten und vierten Klassen. Sie sollen aus nicht mehr als maximal fünf Kindern bestehen, um eine intensive, individuelle Arbeit zu gewährleisten. Vom Umfang sind bis zu vier Unterrichtsstunden pro Gruppe vorgesehen, wobei die genaue Zeiteinteilung vor Ort mit den Schulleitern beziehungsweise den Klassenlehrern abgesprochen werden soll.
Auch für die Stundennachweise der Studenten sollen die Schulen zuständig sein, das heißt, dass Honorarverträge mit den Studenten abgeschlossen werden und die Stundennachweise von der Schule beim Fachbereich Schule eingereicht werden. Wichtig und gewünscht sind Kooperationen mit Trägern vor Ort, die bereits in der Schule mit Horten oder anderen Angeboten präsent sind.
Studenten als pädagogische Mitarbeiter
Der Fachbereich Germanistik der Universität Osnabrück unterstützt die Maßnahme durch entsprechend Werbung in ihren Lehrveranstaltungen. Für die (Lehramts-) studenten ergibt sich dadurch die Chance theoretisches Wissen in der Praxis zu erproben. Die Studenten werden in der RAZ von Gabriele Grosser in Form von Teamsitzungen und Einzelberatungen pädagogisch begleitet. Es wird in Kooperation mit dem VPAK eine fachliche Beratung durchgeführt, die eine weitere qualitative Unterstützung ist und an der die Studenten teilnehmen müssen. Die Schulen werden ebenfalls von Gabriele Grosser bei der Einrichtung der Gruppen und bei Fragen, die sich bei der organisatorischen Umsetzung dieses Angebotes ergeben, unterstützt.