Einmal jährlich wird der "Yilmaz-Akyürek-Preis der Stadt Osnabrück" für Integration verliehen. Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement von Personen gewürdigt, die sich im alltäglichen Leben um die Integration und Gleichberechtigung von Bürgerinnen und Bürgern ausländischer Herkunft sowie um die gegenseitige Anerkennung der Kulturen verdient gemacht haben.
Der Preis wird vorrangig an Osnabrücker Einzelpersonen verliehen. Ausnahmsweise ist auch eine Verleihung an Institutionen und Vereinen möglich.
Jede Person oder Institution kann bis zum 31. Oktober Preisträger vorschlagen. Die Stadt Osnabrück bittet um Vorschläge mit Beschreibung und Begründung des Engagements.
Der Verwaltungsausschuss wählt unter den eingegangenen Bewerbungen und Vorschlägen den Preisträger aus.
Vorschläge sind zu richten an:
Yilmaz Akyürek wurde 1937 in Ordu in der Türkei geboren und kam 1965 als Arbeitsemigrant der ersten Generation nach Osnabrück. Von 1977 bis 1985 hat er sich als Vorsitzender des türkischen Elternrates besonders dafür eingesetzt, dass die Kinder der türkischen Familien in Osnabrück ihren Platz im deutschen Schulsystem finden.
Akyürek hat nachhaltig die Arbeit des Ausländerbeirates der Stadt Osnabrück geprägt, dem er über zwanzig Jahre lang angehörte. Sein Verständnis für die Lebensumstände und Probleme der Türken und sein großes Einfühlungsvermögen machten ihn für zahlreiche Osnabrücker Institutionen, die sich um die Integration ausländischer Mitbürger kümmern, zum wichtigen Gesprächspartner.
Ehrenamtlich hat sich Yilmaz Akyürek eingesetzt, das Zusammenleben der Menschen verschiedener Nationen in einer demokratischen Gesellschaft zu fördern. In diesem Anliegen waren ihm der interkulturelle Austausch und die Intensivierung des religiösen Dialogs besonders wichtig.
Die vielfältigen Verdienste, die er sich um das friedvolle Miteinander in Osnabrück erworben hat, wurden 1999 durch die Verleihung der Bürgermedaille gewürdigt.
Yilmaz Akyürek starb 2007 wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag.