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Bürgerbeteiligung 

Mitwirkung aller gesellschaftlichen Gruppen

Eine lebendige Bürgerbeteiligung in Osnabrück ist der Motor der Friedenskultur. Die Mitwirkung vieler gesellschaftlicher Gruppen ist ein bedeutendes Qualitätsmerkmal der Friedenskulturarbeit.

Der Weg zur bürgernahen Kommune war und ist jedoch nicht frei von Hemmnissen. Wenn verschiedene in der Stadt beheimatete Kulturen und Interessengruppen in einem Beteiligungsverfahren aufeinander treffen, führt das nicht selten zu Konflikten.

Auch Politik und Verwaltung mussten sich in einen Lernprozess begeben, um Bürgermeinung und zivilgesellschaftliche Kompetenz in den kommunalen Alltag einzubinden und ergebnisorientiert zusammenzuarbeiten. Das Engagement der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen trägt dazu bei, kulturelle, religiöse oder weltanschauliche Differenzen zu überwinden und die kulturelle Vielfalt der Stadt zu stärken. Zudem führt es wertvolle Kompetenzen zusammen.

Beispielhaft sei hier das Osnabrücker Friedensforum genannt, das seit 1993 auf Einladung und unter Vorsitz des Oberbürgermeisters der Stadt zusammentritt. Begründet durch einen Beschluss des Rates der Stadt sind hier friedensfördernde Initiativen und Institutionen vertreten, um die Aktivitäten im Bereich der Friedenskulturarbeit in der Stadt Osnabrück zu beraten und zu koordinieren. Neben den Fraktionen der im Rat der Stadt vertretenen Parteien (SPD, CDU, GRÜNE, FDP) und der städtischen Verwaltung (Kulturdezernat sowie Fachbereich Kultur) sind im Friedensforum 32 weitere Initiativen und Einrichtungen zur Mitwirkung eingeladen.

So trägt die Osnabrücker Friedenskultur mittlerweile viele Früchte. Herausragende Beispiele hierfür sind das Felix-Nussbaum-Haus und das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum. Hier hatte das Engagement für die in Osnabrück geborenen Künstler dazu geführt, das die Stadt sich ihres friedenspolitischen Vermächtnisses annahm. Und auch die Kultur des Erinnerns und Gedenkens wird von zahlreichen Initiativen und Einrichtungen getragen. Dies findet seinen Ausdruck in einem von Bürgern gestalteten Mahnmal zum Gedenken an die Pogrome der Nazidiktatur, in Schulprojekten sowie in der inhaltlichen Ausrichtung und Pflege von Gedenkstätten als Orte der Begegnung und des Lernens für die Zukunft.

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