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Die Präsentation 

Unterschiedliche Präsentationen

Das Arbeitszimmer von Gustav Stüve
Im Arbeitszimmer
Ausstellung
Ausstellung
Ausstellung
Ausstellung
Seit 1912 wurde die "Sammlung Gustav Stüve" auf unterschiedliche Art und Weise präsentiert. Bis 1931 hing sie weitgehend geschlossen aber gedrängt in einem Raum im Obergeschoss des Museums. Die größeren Stücke wurden in anderen Räumen ausgestellt. 1931 zog die Gemäldesammlung des Museums in einige größere Räume des Osnabrücker Schlosses, wo die Stüve-Bilder erstmals vollständig und systematisch ausgestellt werden konnten.

Gemäß den Kategorien der nationalsozialistischen Ideologie war die Sammlung aufgrund ihres hohen Anteils niederländischer und flämischer Meister weniger interessant. Zwar konnten die als "stammverwandt" eingestuften Künstler mit den Forderungen der nationalsozialistischen Kulturpolitik noch indirekt in Einklang gebracht werden. Die "heimische Kunst" hatte jedoch Vorrang, weshalb die Bilder 1937 in den Oberlichtsaal des "Altbaus" zurückgeführt wurden.

Nach der kriegsbedingten Auslagerung und reduziert durch Kriegs- und Nachkriegsverluste, wurde die Sammlung seit 1948 wieder im Obergeschoss des Museums gezeigt, als integraler Bestandteil der Gemäldegalerie.

Mit der neuen Präsentation wird die wertvolle "Sammlung Gustav Stüve" erstmals vor dem Hintergrund ihrer Entstehungsgeschichte gezeigt. Sie ist Resultat einer 250-jährigen Geschichte bürgerlichen Kunstsammelns. An ihrem Beispiel wird deutlich, wie sich das Bürgertum am Kulturverständnis des Adels orientierte, um daraus eigene Kulturformen zu entwickeln.

Erstmals werden auch bisher ungenutzte Potentiale der "Sammlung Gustav Stüve" in die Dauerausstellung integriert. Der Gemäldebestand bietet die in der Museumslandschaft seltene wenn nicht einmalige Möglichkeit, die historische Hängung bürgerlicher Privatsammlungen in Einzelbereichen nahezu vollständig zu rekonstruieren. Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung der Präsentationsform von der Galerie-Hängung des 18. Jahrhunderts (am Beispiel Krahnstraße 25) hin zu der vom Bode-Umfeld inspirierten "modernen" Hängung, wie sie Gustav Stüve um 1900 praktizierte (Beispiel Bergstraße).

Im Mittelpunkt der Präsentation steht schließlich die Person des bürgerlichen Sammlers. Gustav Stüve repräsentiert ein kunst- und kulturbeflissenes Bürgertum, das durch sein Engagement die Etablierung des bürgerlichen Museums im 19. Jahrhundert beförderte. Stüve ist dabei Bindeglied zwischen privatem Sammeln und musealer Institutionalisierung. Für letztere steht er als engagierter Vorsitzender des Museumsvereins sowie als Stifter.

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