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Kaufabwicklung 

Kaufabwicklung


Kaufabwicklung
Der Erwerb eines Grundstücks ist nur über einen Notar möglich. Der Notar soll Verkäufer und Käufer bei der Abwicklung objektiv zur Seite stehen. Er weist auf alle Erfordernisse hin und nimmt die zur Eigentumsübertragung erforderlichen Schritte vor. Er prüft aber nicht, ob der Grundstückspreis angemessen ist oder ob das Grundstück tatsächlich den Bedürfnissen des Käufers entspricht. Eigentümer wird der Käufer erst, wenn die Umschreibung im Grundbuch erfolgt ist und nicht schon mit Unterzeichnung des Kaufvertrags oder mit Zahlung des Kaufpreises.
Grundbucheinsicht und Grundbuchauszug
Jeder, der ein berechtigtes Interesse an einem Grundstück hat, kann Einsicht in das entsprechende Grundbuch nehmen. Eigentümer und Kaufinteressierte haben dieses Recht. Üblicherweise sieht der Notar das Grundbuch ein und lässt einen Grundbuchauszug machen. Dieser Auszug bildet die Grundlage für den Kaufvertrag.
Notarieller Kaufvertrag und Entwurf
In einem ersten Gespräch mit dem Verkäufer und dem Käufer nimmt der Notar alle erforderlichen Vertragsbestandteile auf und formuliert einen Vertragsentwurf, der beiden Parteien zugeht. Anschließend wird der endgültige Kaufvertrag formuliert und der Beurkundungstermin vereinbart.
Grundstücksteilung
Manchmal kann der Erwerb eines Grundstückes davon abhängig sein, ob das Grundstück geteilt werden kann. Unter einer Grundstücksteilung versteht man die Neuaufteilung eines oder mehrerer Grundstücke. Durch die Teilung eines Grundstücks, das bebaut ist oder dessen Bebauung genehmigt ist, dürfen keine Verhältnisse geschaffen werden, die den Vorschriften des öffentlichen Baurechtes zuwiderlaufen.

Im Zweifelsfalle sollte diesbezüglich ein Architekt oder Fachanwalt zu Rate gezogen werden. Auch die Bauaufsichtsbehörde kann entsprechende Auskünfte erteilen. Erst wenn die Rechtmäßigkeit der Grundstücksteilung zweifelsfrei geklärt ist, darf diese im Grundbuch und im Liegenschaftskataster eingetragen werden.


Auflassung und Auflassungsvormerkung
Die vor einem Notar erklärte Einigung zwischen dem Käufer und dem Verkäufer, ein Grundstück zu kaufen oder zu verkaufen, nennt man Auflassung. Bis das Grundbuch geändert wird, vergehen einige Wochen. Um den Anspruch des Käufers zu sichern, wird eine Auflassungsvormerkung in das Grundbuch eingetragen. Sie verhindert zum Beispiel, dass der Verkäufer sein Grundstück mehrmals verkauft.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Für den Erwerb des Grundstücks ist die so genannte Grunderwerbsteuer zu zahlen. Steuerschuldner sind der Verkäufer und der Käufer. In der Praxis wird in nahezu allen Fällen der Käufer vertraglich zur Übernahme der Zahlung verpflichtet. Er erhält vom Finanzamt einen Steuerbescheid. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk das Grundstück liegt. Die Anzeige des Grundstückskaufs nimmt der Notar vor, sie muss binnen zwei Wochen per Vordruck erfolgen. Eine beglaubigte Ausfertigung des Grundstückskaufvertrages ist mitzuschicken. Hat der Käufer die Grunderwerbsteuer gezahlt, erhält der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Notaranderkonto
Das Notaranderkonto ist ein Treuhandkonto des Notars, über das der Kaufpreis gezahlt wird.
Umschreibung im Grundbuch
Sobald der Kaufpreis auf dem Notaranderkonto eingegangen ist und die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes vorliegt, beantragt der Notar die Umschreibung im Grundbuch vom alten auf den neuen Eigentümer. Das Grundbuchamt sendet dem Notar darüber Grundbuchauszüge zu, die dieser an den ehemaligen und an den neuen Eigentümer weiterreicht.
Kosten
Die Kosten des Notars und die Kosten des Grundbuchamts betragen circa 1,0 bis 1,5 Prozent des Grundstückspreises.
Hat ein Makler das Grundstück vermittelt, wird eine Courtage fällig, die üblicherweise der Käufer trägt. Sie beträgt häufig drei Prozent des Grundstückskaufpreises.

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Geändert am 10.07.2012 12:34