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Gustav Stüve 

Sammlung Gustav Stüve

Der Sammler

Porträt Gustav Stüve (1833-1911)
Gustav Stüve
Großbild Porträt Gustav Stüve (1833-1911)
Der Alpenpass, Joos de Momper II d.J. (Antwerpen 1564 - 1635 Antwerpen), Öl/Eichenholz, um 1600, Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Sammlung Gustav Stüve: 3628/48
Der Alpenpass
Großbild Der Alpenpass, Joos de Momper II d.J. (Antwerpen 1564 - 1635 Antwerpen), Öl/Eichenholz, um 1600, Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Sammlung Gustav Stüve: 3628/48
Roelof Jansz van Vries: Landschaft mit Fluss
Landschaft mit Fluss
Großbild Landschaft mit Fluss, (Flusslandschaft mit Haarlem im Hintergrund), Öl auf Leinwand, Roelof Jansz van Vries, Landschaftsmaler aus Haarlem (1631-1681)
 

"Meine Gemäldesammlung [...] war Gegenstand meiner besonderen Vorliebe und sorgsamen Pflege und sollte zufolge eines stets gehegten Wunsches nach meinem Tode dem Museum meiner Vaterstadt zufallen."
(Testament Gustav Stüves, Nachtrag vom 5. Oktober 1910)

Carl Wilhelm Gustav Stüve (1833 bis 1911) stammt aus einer traditionsreichen Osnabrücker Bürgerfamilie. Anders als mehrere seiner Vorfahren wurde er nicht Bürgermeister der Stadt, sondern wählte eine Laufbahn innnerhalb der hannoverschen und der preußischen Ministerialbürokratie. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über Hannover nach Berlin, wo er unter anderem das Kaiserliche Patentamt leitete. Mit der Ernennung zum Osnabrücker Regierungspräsidenten am 19. Dezember 1887 kehrte Stüve in seine Geburtsstadt zurück, wo er bis 1900 wirkte.

Gustav Stüves Leben war von Beginn an geprägt durch Kunst. Aufgewachsen mit den zahlreichen Gemälden der Sammlung der Familie in der Krahnstraße 25, entwickelte er das einmal geweckte Kunstinteresse weiter, unternahm Bildungsreisen, begegnete Fachleuten und erwarb sich so ein umfassendes Fachwissen.

Seinen Erbteil an der Familiensammlung (38 Bilder) erweiterte Stüve auf zuletzt 70 Gemälde. Als zentral erwiesen sich dabei seine Berliner Jahre (1868 bis 1887). In Berlin pflegte er intensiven Kontakt zu Wilhelm von Bode (1845 bis 1929), einem der maßgebenden Kunsthistoriker, und wurde Teil der diesen umgebenden Kunstszene. Bode selbst vermittelte Stüve mehrere Gemälde, kaufte in dessen Auftrag Bilder und überließ ihm Stücke der eigenen Sammlung.

Die als Privatsammler erworbenen Kenntnisse nutzte Stüve bei der Weiterentwicklung des Osnabrücker Museums, dem er seit 1888 als Vorsitzender des Museumsvereins wichtige Impulse verlieh. Ansporn dafür waren nicht zuletzt Äußerungen wie die des Direktors der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark (1852 bis 1914), der nach seinem Besuch des 1890 errichteten Osnabrücker Museumsgebäudes meinte, man habe viel Geld dafür ausgegeben, "um einigen schlechten Bildern, einigen zweifelhaften alten Tellern und Truhen Unterkunft zu geben".

Den Anspielungen auf eine fehlende attraktive Kunstsammlung begegnete Stüve schon von Berlin aus, indem er mithalf, Leihgaben aus den preußischen Gemäldesammlungen nach Osnabrück zu holen. Für die entscheidende Weichenstellung sorgte er schließlich, als er seine Privatkollektion stiftete.

Literaturtipps:

Sammlung Gustav Stüve

Heese, Thorsten: "Gegenstand meiner besonderen Vorliebe". Die Gemälde der "Sammlung Gustav Stüve" im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück (Osnabrücker Kulturdenkmäler; 15), Osnabrück-Bramsche 2013

Hildegard Kayser: Niederländische und flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, Osnabrück 1983

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