Die Mächtigkeit des Wehrgebäudes verdeutlicht die Dicke des Mauerwerkes, was besonders durch die Schießscharten in allen Geschossen deutlich wird. Bis zu 3,50 Meter dicke Mauern schützten die Insassen im Verteidigungsfall. Sieht man sich die Schießscharten genauer an, erkennt man, dass sie wesentlich größer als bei anderen Wehrtürmen der Stadt sind. Ihre Größe sowie die Pulverabzugsöffnungen weisen auf den Einsatz von Kanonen hin, der um diese Zeit offenbar üblich war.
Der Bürgergehorsam präsentiert sich noch in seinem ursprünglichen Zustand, bauliche Veränderungen gab es nur wenige. Das Innere des Turms ist auch heute nur durch die Eingangstür im ersten Geschoss zu erreichen. Erfolgte früher der Eingang über die Wehranlage, so gelangt man heute durch eine 1977 angebaute Brücke hinein. Ins Erdgeschoss gelangt man durch eine Öffnung in der Mitte des kreisrunden Raumes.
Im Laufe der Jahrhunderte hatte der Bürgergehorsam verschiedene Funktionen. Neben dem Schutz der Stadt diente er in der frühen Neuzeit als Gefängnis für aufsässige Bürger.
Der Maueransatz an der Außenseite weist noch auf die Anbindung an die Stadtmauer hin.





