Das Rathaus in Osnabrück.

Höchstes mittelalterliches Bauwerk Niedersachsens

Katharinenkirche
Katharinenkirche
Heilige Katharina
Heilige Katharina
Gotisches Gewölbe
Gewölbe  
Über mehr als 200 Jahre hat sich der Bau des Hauptteils der Katharinenkirche Osnabrück hingezogen. Um 1300 begann man, nach mehreren Unterbrechungen war die Pfarrkirche gegen 1500 weitgehend fertig gestellt. Namenspatronin ist die heilige Katharina, eine Märtyrerin, die enthauptet wurde. Folglich zählt das Schwert neben dem Rad zu den Zeichen ihres Martyriums.

Die Geschichte der spätgotischen Hallenkirche begann jedoch mehr als ein halbes Jahrhundert vor Baubeginn. 1248 wird Sankt Katharinen erstmals genannt, und man nimmt an, dass bereits im 13. Jahrhundert eine Vorgängerkirche gestanden hat. Seit 1278 war Sankt Katharinen selbständige Gemeinde, vorher hatte sie zum Dom gehört.

Der Neubau begann um 1300, geriet aber offenbar schon bald ins Stocken. Erst eine päpstliche Förderung durch Ausstellung einer Ablassurkunde dokumentiert einen Fortschritt, und Quellen belegen, dass 1393 weitgebaut wurde.

Um 1420/1430 begannen die Bauarbeiten am Turm. Chor und Ostteil des Kirchenschiffes scheinen um diese Zeit schon fertiggestellt gewesen zu sein. Unter Baumeister Gerd de Meyer von Dornheim (1434-1438) wurden die Gewölbe des Kirchenschiffes eingezogen.

Irgendwann in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war der Turm fertig, wurde bei einem Brand 1493 jedoch schwer beschädigt. 1511 war der Turm aber nicht nur wieder hergestellt, sondern sogar noch um ein Stockwerk erhöht worden. Heute hat er eine Gesamthöhe von 103 Metern und gilt als das höchste mittelalterliche Bauwerk Niedersachsens.
Während des letzten Luftangriffs auf Osnabrück am 25. März 1945 trafen Spreng- und Brandbomben die Katharinenkirche. Das Turmgewölbe stürzte ein und vernichtete unter anderem das Kirchenschiff und große Teile der wertvollen Ausstattung. 1946 begann der Wiederaufbau, am 17. Dezember 1950 weihte Landesbischof Doktor Hanns Lilje aus Hannover das Gotteshaus wieder ein.

Nur wenige Teil der ehemals kostbaren Innenaustattung der Katharinenkirche haben die Bombenangriffe überstanden. So sind im nördlichen Seitenschiff an der Ostwand Reste des ehemaligen neugotischen Hochaltars zu sehen. Sie wurden im 19. Jahrhundert von dem Osnabrücker Bildhauer August von Kreling (1819-1876) gefertigt. Der neugotische Leuchter wurde 1992 anhand von Resten und alten Fotos rekonstruiert.

Die Ausstattung ist überwiegend nach dem Wiederaufbau entstanden: Vier große Fenster prägen den Chor. Sie stammen von Rosemarie Schmelzkopf-Schrick 1950 und zeigen vier biblische Motive: die Geburt Jesu mit Anbetung durch die Hirten, das Abendmahl, die Auferstehung und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Das bronzene Lesepult an der rechten Seite des Chors hat Karl Henning Seemann 1960 geschaffen. Von ihm stammt auch die Kanzel. Die modernen Gewölbemalereien der Seitenschiffe sind von Dieter Hausmann aus dem Jahre 1992.

Auffallend sind sechs übergroße Bildnisse von Reformatoren und weltlichen Herrschern an der Süd- und Nordwand der Seitenschiffe, unter anderem ein Gemälde des Reformators Johannes Pollius, der erster evangelischer Prediger in der Katharinenkirche  war.


Weitere Informationen:
 

Adresse:

An der Katharinen Kirche 7
49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:

montags bis freitags:  14.30 bis 16.30 Uhr
samstags: 11 bis 12.30 Uhr


Kontakt:

Telefon: 0541 6002830
Fax: 0541 6002839


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