Das Rathaus in Osnabrück.

Den Blick gen Himmel gelenkt

Marienkirche mit Turm
Marienkirchturm
Gotisches Gewölbe
Gewölbe
Relief in der Marienkirche
Relief  

Als architektonische Einheit präsentieren sich Rathaus, Stadtwaage und Sankt Marien am Osnabrücker Markt. Sie setzen hier die Akzente und sollten im 16. Jahrhundert das Bürgertum der Stadt repräsentieren. Die Kirche war bis ins 18. Jahrhundert hinein Grablege vornehmer Familien Osnabrück. 1543 hielt schließlich die Reformation Einzug in das Gotteshaus.

Erstmals erwähnt wird Sankt Marien in den Quellen 1173, jedoch scheint durch archäologische Ausgrabungen Ende des vergangenen Jahrhunderts gesichert, dass bereits im 10. oder 11. Jahrhundert an dieser Stelle ein einschiffiger Saalbau gestanden hat. Auf Grund von Bestattungen, die hier um 800 und 850 stattgefunden haben, nimmt man an, dass an dieser Stelle sogar ein Holzbau als Vorgänger gestanden haben könnte.

Nachdem der erste Bau fertiggestellt worden war, wurde die Kirche in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert. Im 13. Jahrhundert kamen die beiden Seitenschiffe dazu, und um 1300 erhielt sie den noch heute prägenden Charakter einer gotischen Hallenkirche mit einem dreischiffigen Langhaus. Chor und Chorgewölbe kamen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hinzu. Der Bau ist geschickt ausgeführt, denn durch die schlanke und hohe Architektur wird der Blick himmelwärts gelenkt.

Beeindruckend ist die Aussenansicht der Kirche, die durch die Zahl "Vier" bestimmt wird. Nord und Südseite sind symmetrisch gestaltet: Vier hohe gotische Fenster auf jeder Seite und jeweils vier Giebel bestimmen das Bild. Auf den Giebeln selbst stehen Figuren aus Sandstein, und zwischen ihnen sind Wasserspeier in Gestalt phantastischer Tiere zu sehen. Dazu kommen vier Portale - jeweils zwei an Nord- und Südseite. Großartig ist das Brautportal an der Südseite. Links stehen die törichten Frauen, rechts die klugen Jungfrauen. Geführt werden sie von Synagoge und Ecclesia als Vertreter des Alten und des Neuen Bundes. Die Figuren des Brautportals sind Nachbildungen, die 1873 bis 1884 angefertigt wurden. Die Originale sind in der Kirche zu sehen. Im Bogen des Portals, dem so genannten Tympanon, ist die Marienkrönung dargestellt.

Die Innenausstattung der Kirche beherbergt einige bedeutende Kunstgegenstände. Das Taufbecken wurde um 1560 aus Baumberger Sandstein gefertigt und enthält Formlemente aus Gotik und Renaissance. Am Fuß sind Löwen zu sehen, die das Osnabrücker Radwappen tragen. Die Strahlenmadonna auf der Mondsichel ist vermutlich die Arbeit eines Osnabrücker Künstlers um 1520.

Das Triumphkreuz im Chorgewölbe stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Hauptaltar - ein Schrein mit bemalten Flügeln - zeigt Szenen aus dem Leben Jesu Christi und seine Leidensgeschichte. Er wurde zwischen 1510 und 1515 in Antwerpen angefertigt. Kanzel und Kanzeldecke sind aus dem 20. Jahrhundert. Sie sind Arbeiten des Bildhauers Heinz Heiber aus den Jahren 1964 beziehungsweise 1989.

Im Chorumgang sind mehrere Epitaphe und Grabsteine eingelassen. Unter anderem hängt hier der Grabstein von Justus Möser (1720-1794), dem bedeutenden Osnabrücker Jurist, Staatsmann und Historiker.

Marienkirchturmbesteigung

Der Marienkirchturm kann sonntags von 11.30 bis 13 Uhr bestiegen werden.  Die Kasse ist am Eingang des Marienkirchturms: Erwachsene 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder 0,50 Euro. Sonderöffnungen während der Maiwoche und des Weihnachtsmarktes bitte bei der Tourist Information Osnabrück | Osnabrücker Land erfragen, Telefon: 0541 323-2202.

 

Adresse:

Markt
49074 Osnabrück

Telefon: 0541 28393

Öffnungszeiten:

Sommer:
10 bis 17 Uhr
Winter:
10.30 bis 12 Uhr und 14.30 bis 16 Uhr



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